DATEN & BERECHNUNG

Methodik

Woher dein berechneter Rang kommt und was er aussagen kann.

Datenbasis: Steuerjahr 2022

Woher kommen die Daten?

Einkommensvergleich.ch verwendet für Version 1 ausschliesslich Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zur direkten Bundessteuer. Verglichen wird das steuerbare Einkommen.

Steuerjahr
2022
Normalfälle
4'798'463
Gemeinden
2'148
Kantone
26

Es werden keine kantonalen oder privaten Fremddaten mit der Rankingberechnung vermischt. Die Gemeindenamen und BFS-Gemeinde-IDs stammen aus dem verwendeten ESTV-Datenstand. Heutige Fusionen oder Namensänderungen werden nicht stillschweigend auf die historischen Daten übertragen.

Wen vergleichen wir?

Die Vergleichsgruppe besteht aus den sogenannten Normalfällen der direkten Bundessteuer, mit und ohne Bundessteuerbelastung. Sonderfälle werden in Version 1 nicht aufgenommen.

Gemeinsam veranlagte Ehepaare bilden eine steuerliche Vergleichseinheit. Wenn wir von «Steuerpflichtigen» sprechen, meinen wir diese steuerlichen Einheiten. Die Zahl 4,8 Mio. ist deshalb keine Einwohnerzahl.

Welches Einkommen muss ich eingeben?

Verwende das steuerbare Einkommen der direkten Bundessteuer aus deiner Steuerveranlagung. Bei gemeinsamer Veranlagung verwendest du das gemeinsame steuerbare Einkommen.

Bruttolohn ist nicht dasselbe wie steuerbares Einkommen und wird deshalb in Version 1 nicht verwendet. Achte auch darauf, den Wert für die direkte Bundessteuer zu verwenden; das steuerbare Einkommen für kantonale Steuern kann davon abweichen.

Wie entsteht der Rang?

Die ESTV veröffentlicht keine persönliche Rangliste aller Steuerpflichtigen. Stattdessen veröffentlicht sie Einkommensklassen mit der Anzahl steuerlicher Einheiten und der Summe ihres steuerbaren Einkommens.

Wir ordnen dein eingegebenes Einkommen zuerst der passenden Klasse zu. Innerhalb einer geschlossenen Klasse berechnet das M3-Modell die Position statistisch. Es berücksichtigt die Klassenunter- und -obergrenze, die Fallzahl und den veröffentlichten durchschnittlichen Einkommenswert der Klasse. Dieser Mittelwert ergibt sich aus der Einkommenssumme geteilt durch die Fallzahl.

Aus dieser Position wird der Rang abgeleitet. Ein höheres Einkommen bedeutet einen besseren Rang; Rang 1 ist die höchste modellierte Position. Für Gemeinde, Kanton und Schweiz gilt dieselbe Rangdefinition.

Der angezeigte Platz ist ein berechneter Rang, keine individuell von der ESTV veröffentlichte Listenposition.

Berechnung und Rundung im Detail

M3 verwendet innerhalb einer geschlossenen Klasse eine abgeschnittene Exponentialverteilung. Ihre Form wird so bestimmt, dass ihr Mittelwert dem veröffentlichten Klassenmittelwert entspricht. Daraus ergibt sich der modellierte Anteil mit höherem Einkommen.

Die Rangposition lautet 1 + (N − 1) × h / N. Dabei ist N die Zahl der Vergleichseinheiten und h die modellierte Anzahl mit streng höherem Einkommen. Die Position wird auf die nächste ganze Rangzahl gerundet, bei genau einer halben Position aufwärts. Die Rangskala reicht von 1 bis N.

Positive Einkommensklassen schliessen ihre Untergrenze aus und ihre Obergrenze ein. Einkommen genau an einer gemeinsamen Klassengrenze werden daher eindeutig zugeordnet. Nulleinkommen bilden eine eigene Klasse und erhalten dieselbe Position. Individuelle Gleichstände innerhalb positiver Klassen sind aus den veröffentlichten Daten nicht bekannt. Gleiche Eingaben ergeben immer dasselbe Ergebnis.

Der Top-Prozentsatz basiert auf dem modellierten Anteil mit höherem Einkommen. Für die öffentliche Ganzzahlangabe wird aufgerundet: Aus 22,27 % wird TOP 23 %. Als kleinste Ganzzahlangabe verwenden wir TOP 1 %. Diese Regel ist unabhängig von der Rundung der Rangzahl.

Wie gut wurde die Methode geprüft?

M3 wurde anhand der feineren offiziellen ESTV-Verteilungen für die Steuerjahre 2020, 2021 und 2022 getestet. In 74 auswertbaren Kanton-Jahr-Kombinationen war M3 die stärkste der drei untersuchten Methoden.

Über 1'036 Prüfgrenzen betrug der mittlere absolute Fehler der rekonstruierten Verteilungsanteile 0,0747 Prozentpunkte.

Diese Validierung zeigt, dass M3 aggregierte Einkommensverteilungen sehr gut rekonstruiert. Sie bedeutet nicht, dass ein individuell angezeigter Rang tatsächlich auf einen Platz genau beobachtet wurde. Der mittlere Fehler ist auch keine garantierte Fehlergrenze für einen einzelnen Rang.

Warum zeigen wir trotzdem einen einzelnen Platz?

Wir zeigen den aus dem Modell resultierenden berechneten Rang als zentrale Orientierung. Der Hinweis «Berechneter Rang» macht deutlich, dass es sich um eine statistische Einordnung handelt.

Die zugrunde liegenden persönlichen Steuerdaten einzelner Steuerpflichtiger stehen uns nicht zur Verfügung. Der berechnete Rang kann deshalb vom tatsächlichen Rang abweichen.

Was passiert bei sehr hohen Einkommen?

Auf Gemeindeebene ist die höchste veröffentlichte Klasse nach oben offen: Sie umfasst Einkommen über CHF 1 Mio. Innerhalb dieser offenen Klasse extrapolieren wir keinen künstlichen Einzelrang. Deshalb kann bei sehr hohen Einkommen statt einer Rangzahl ein Hinweis zur höchsten veröffentlichten Einkommensklasse erscheinen.

Die feineren Daten für Kanton und Schweiz enthalten zusätzlich eine geschlossene Klasse von über CHF 1 Mio. bis CHF 2 Mio. Dort beginnt die offene Oberklasse erst über CHF 2 Mio. Entscheidend sind immer die tatsächlich veröffentlichten Klassen der jeweiligen Ebene.

Was passiert bei unterdrückten Daten?

Einzelne Werte können aus Datenschutz- oder Publikationsgründen von der ESTV unterdrückt sein. Solche Werte werden von Einkommensvergleich.ch weder erfunden noch aus Differenzen rekonstruiert.

Wenn dadurch kein Rang berechnet werden kann, wird dies offen angezeigt. Auch fehlende oder für das Modell nicht verwendbare Angaben führen zu einem Hinweis. Sichtbar bleiben nur Informationen, die aus den veröffentlichten Daten tatsächlich ableitbar sind.

Wie wird Top 1 % berechnet?

Die Top-1-%-Schwelle wird separat aus der Einkommensverteilung berechnet. Sie entspricht dem 99. Perzentil: der Grenze zu dem einen Prozent mit den höchsten Einkommen. Wenn sie innerhalb einer geschlossenen, ausreichend veröffentlichten Klasse liegt, kann M3 einen Schwellenwert bestimmen.

Liegt die Schwelle in einer offenen oder unvollständig publizierten Klasse, zeigen wir nur die tatsächlich belegbare Aussage. Das kann beispielsweise «Top 1 %: über CHF 1 Mio.» sein. Eine genauere Schwelle lässt sich in diesem Fall aus den veröffentlichten Daten nicht bestimmen.

So runden wir die angezeigten Beträge

Berechenbare Schwellen werden für die Anzeige immer auf die nächsten CHF 1'000 aufgerundet. Exakte Tausender bleiben unverändert. So unterschreitet «Top 1 % ab CHF X» die berechnete Schwelle nicht. Beispielsweise wird die Schwelle im Kanton Zürich als CHF 380'000 und jene der Schweiz als CHF 297'000 angezeigt. Die vollständigen internen Werte bleiben erhalten.

Für «Dir fehlen CHF X» ziehen wir dein Einkommen zuerst vom ungerundeten Schwellenwert ab und runden erst den positiven Fehlbetrag auf die nächsten CHF 1'000 auf. Bei einem positiven Fehlbetrag unter CHF 1'000 zeigen wir «Dir fehlen weniger als CHF 1'000».

Ob du die Schwelle bereits erreicht hast, wird immer anhand des ungerundeten Werts bestimmt. Du kannst deshalb bereits zu den Top 1 % gehören, obwohl dein Einkommen noch unter dem aufgerundeten Anzeigewert liegt. Diese Betragsrundung verändert weder deine Rangzahl noch den Top-Prozentsatz. Hinweise zu offenen Klassen bleiben unverändert.

Aktualität

Datenbasis: Steuerjahr 2022

Steuerstatistiken werden mit zeitlicher Verzögerung veröffentlicht. Der Vergleich beschreibt die Einkommensverteilung dieses Steuerjahrs, nicht eine laufend beobachtete Rangliste. Einkommensvergleich.ch kann bei neuen verfügbaren ESTV-Jahrgängen aktualisiert werden.

Quellen

Die folgenden offiziellen ESTV-Dateien bilden die Datenbasis der Berechnung: